Home / Getestet / KOKOKO Premium-Grillkohle aus Kokosnussschalen

KOKOKO Premium-Grillkohle aus Kokosnussschalen

KOKOKO Premium-Grillkohle war ja bereits Gesprächsthema in der Grillpodcast-Folge “FGH014 – Insekten grillen mit Kokoskohle“. Nachdem wir die Kokoskohle nun schon mehrfach verwendet haben (zuletzt während der 7. Bergisch BBQ Grillmeisterschaft in Odenthal) hier nun unser kleines Fazit zur Grillkohle aus Kokosnussschalen.

Premium-Grillkohle aus Kokosnussschalen

KOKOKO-Kohle

Hier wird man direkt hellhörig: Kohle aus Kokosnussschalen? Ja, wir waren auch zuerst etwas verwundert. Aber wenn man dann mal ein bisschen nachforscht, macht das auf jeden Fall Sinn, denn: im Gegensatz zu normaler Grillkohle werden für Kohle aus Kokosnussschalen keine Bäume gefällt. Die Kokosnussschalen sind eine Art “Industrieabfall”, der bei der Produktion von Kokosöl und Kokosmilch anfällt. Statt die Schalen wegzuwerfen, wird daraus Grillkohle hergestellt.

KOKOKO Premium-Grillkohle anzünden

Wie im Podcast schon erzählt, haben wir beim ersten Gebrauch der KOKOKO-Grillkohle einen kleinen, aber entschiedenen Fehler gemacht: wir haben die Kohle einfach planlos und kreuz & quer in den Anzündkamin gekippt – und uns dann gewundert, warum die nicht so richtig an geht, trotz Grillanzünder & Co.

Profitipp an dieser Stelle: die KOKOKO Premium-Grillkohle einfach hochkant schön sauber im Anzündkamin anordnen. Dann zieht die Luft schön von unten durch den Anzündkamin und durch die Löcher in der Mitte der KOKOKO-Kohle wird der Kamineffekt dann auch gut verstärkt. Dann klappt es auch mit dem Anzünden. 😉

KOKOKO anzünden

Insgesamt dauert es im Vergleich zu herkömmlicher Kohle etwas länger, bis die KOKOKO-Kohle durchgeglüht ist, man sollte ungefähr mit fünf bis zehn Minuten mehr rechnen.

Längere Brenndauer, höhere Brennwert

Der Hersteller der KOKOKO Premium-Grillkohle wirbt vor allem damit, dass man mit der Kokoskohle einen höheren Brennwert und eine längere Brenndauer erreicht. Bei unserem ersten Grillabend mit den Insekten ist uns dies nicht so aufgefallen, da der Grillabend nicht so super lange gedauert hat. Aber während der 7. Bergisch BBQ Grillmeisterschaft Ende Juni 2014 konnten wir diese Aussage testen – und auch bestätigen. Um 10 Uhr fing die Meisterschaft an und wir machten unsere drei Kugelgrills zum ersten Mal “startklar”.

KOKOKO und die drei Grills

Wir hatten drei Packungen à 10 kg dabei, für jeden Grill also im Prinzip eine 10 kg-Packung. Rein rechnerisch etwas viel, aber wir dachten uns: lieber zuviel Kohle, als zu wenig. Und in der Tat: wir brauchten für den ganzen Tag nur etwa eine Packung. Ok, es gab vom Veranstalter auch noch Kohle, aber davon nutzen wir nur am Anfang ein bisschen etwas (man wollte ja auch dem Veranstalter gegenüber nicht unhöflich sein *g*), hinterher verließen wir uns wieder nur auf die KOKOKO-Kohle.

Einmal haben wir dann Kohle nochmal nachträglich angezündet, damit wir auf keinen Fall plötzlich mit kalten Grills da stehen. Aber dies war mehr als Reserve gedacht und wir benötigten die auch nicht mehr komplett. Aber sicher ist sicher.

KOKOKO Classic und KOKOKO Long

Es gibt zwei verschiedene Ausführungen der KOKOKO Premium-Grillkohle: die ca. 8 cm langen KOKOKO Classic mit einer Kantenlänge von 4 cm und die ca. 15 cm langen KOKOKO Long mit einem Durchmesser von 4,5 cm.

Während bei den KOKOKO Classic eine geschätze Brennzeit von drei bis vier Stunden angegeben wird, brennen die KOKOKO Long ungefähr vier bis sechs Stunden. “Long” bezieht sich in dem Fall also nicht nur auf die Länge der Kohle, sondern passenderweise auch auf die Länge der Brennzeit. 😉

KOKOKO-Premium-Grillkohle glühend
KOKOKO-Premium-Grillkohle “Long”, glühend

Seit Kurzem gibt es auch die sogenannten KOKOKO Eggs, die von der Optik her (wie der Name schon vermuten lässt) wie Eier aussehen – diese haben wir allerdings noch nicht ausprobiert.

Angenehm: weder die Classic, noch die Long-Variante qualmt. Klar, beim Anmachen raucht es zu Beginn logischerweise etwas, aber das legt sich schnell und im sonstigen Betrieb ist die Kohle so gut wie rauchfrei. Allerdings qualmt es immer mal wieder, je nachdem, was man auf den Grill wirft. Besonders bei fettigen Dingen kommt es dann doch mal zu der ein oder anderen Qualmwolke. Aber das ist nun mal so, wenn Fett auf Glut trifft.

Praktisch verpackt

KOKOKO-Verpackung

Die KOKOKO Kokoskohle wird praktisch verpackt ausgeliefert. Durch ihre Form lässt sich sich effizient in einem normalen, rechteckigen Karton verpacken. Und diese Kartons wiederum lassen sich praktisch und platzsparend stapeln. Vom Handling her etwas komfortabler als die typischen Kohle-Säcke.

Gut für’s Gewissen?

Neben den oben genannten Vorteilen (längere Brenndauer, höherer Brennwert) gibt es auch ein paar umwelttechnische/soziale Aspekte, warum man die KOKOKO-Kohle benutzen sollte:

  • hergestellt aus 100 % natürlichen Abfall
  • Unterstützung von lokalen Bauern und Familien
  • kein Baum wird dafür gefällt
  • keine (illegale) Rodung von Tropenholz

Das sind jetzt alles eher “moralische” Gründe die für die KOKOKO-Grillkohle sprechen, aber diese Argumente sollte man nicht einfach so unter den Teppich kehren.

Asche auch als Pflanzendünger nutzbar

Außerdem ein netter Nebeneffekt: während man normale Asche aufgrund des hohen Eisen- und Schwefelgehalts nicht in die Biotonne geben darf, kann man die Asche der KOKOKO-Kohle sogar zum Düngen von Pflanzen nutzen. Eine praktische Sache.

Im lokalen Handel schwer zu bekommen

Eine Nachteil haben wir leider noch ausgemacht: Leider bekommt man diese Kohle nicht mal eben so um die Ecke beim örtlichen Baumarkt. Um eine Bestellung im Online-Shop kommt man in der Regel nicht drum herum. Ein größeres Vertriebsnetz unter den lokalen Händlern (z.B. Baumärkte und Co.) wären noch wünschenswert. Dann könnte man auch mal spontan eine Packung kaufen. Auf diesen Punkt wurden wir auch oft bei der Bergisch BBQ Grillmeisterschaft angesprochen. Viele fanden die Kohle super, bemängelten aber, dass man sie im Prinzip nur online bekommt. Aber vielleicht kommt das ja noch mit der Zeit.

Fazit

Die KOKOKO Premium-Grillkohle ist eine gute Sache. Saubere und konstante Glut, nachhaltig produziert und eine lange, effiziente Brenndauer rechtfertigen den etwas höheren Preis. Und wenn man die längere Brenndauer und die Möglichkeit, die Kohle wieder zu verwenden wenn man sie nicht komplett “verbrannt” hat (man kann die Kohle einfach mit Sand löschen und später dann wieder benutzen), dann relativiert sich der Preis ganz schnell wieder und man fährt eventuell sogar kostengünstiger. Einzig, dass man die KOKOKO-Kohle nicht an jeder Ecke bekommt ist etwas schade.

Mehr Informationen (und den Online-Shop) zur KOKOKO Premium-Grillkohle gibt es unter mcbrikett.de (dort findet man übrigens auch den Prüfbericht mit den Prüfwerten für Kohlenstoffgehalt und Asche).

Weitere Testberichte rund ums Grillen findest du auf unserer Produkttests-Übersichtsseite!

Über Nico

Apple-User, Musik(hörer), Grafikdesigner, (Segel)Flieger, Handballer, Geocacher (MoAdventureTeam) und Kakao-Trinker. Kaffee ist auch toll! ;) Ach ja: Grillen natürlich ebenfalls!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: