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Das fette Buch: Burger, Bier & Fritten – eine Buchrezension

Das fette Buch ist erschienen. Endlich ist es soweit! Das Team hinter dem Kölner-Kult-Burger-Laden Die fette Kuh verrät die besten Burger-Rezepte aus den letzten fünf Jahren Die fette Kuh. Unter dem Namen Das fette Buch – Burger, Bier und Fritten ist das Buch im Verlag Edition Fackelträger erschienen. Ich habe mir das fette Buch direkt mal genauer angesehen und verrate dir in dieser Rezension, ob das Buch hält, was es verspricht.

Das fette Buch – Burger, Bier und Fritten

Das fette Buch

Wer die Fette Kuh und das Team dahinter kennt, weiß, dass das Buch einfach keinen anderen Namen hätte bekommen können: Die fette Kuh, das fette IPA, das fette Weiße, das fette Wiess… und nun halt das Buch… das fette Buch. 😉

Eins vorneweg: Das fette Buch ist nicht einfach ein weiteres Burger-Kochbuch. Natürlich findet man im Buch jede Menge leckere Burger-Rezepte und auch die Beilagen kommen nicht zu kurz. Aber im Mittelpunkt steht vor allem auch die Philosophie und die Geschichte des Ladens.

Das fette Buch - Die Top 5

Das Buch ist in drei grobe Abschnitte geteilt:

  • Die Fetten – hier geht es um die Fette Kuh an sich und die Macher dahinter. Man erfährt alles über die Anfänge der fetten Kuh, die Philosophie hinter dem Laden usw.
  • Der Burger-Baukasten – nun geht es ans Eingemachte. Hier erfährt man, wie man den perfekten Burger kreirt. Buns, Fleisch, Gargrade, Soßen, Toppings – hier wird kein Detail ausgelassen. Alle wichtigen Komponenten für den perfekten Burger werden hier vorgestellt.
  • Die Fancy Burger – hier packen Walter Schnerring und Martin Block ihre Rezeptbücher aus und verraten die Rezepte für “Fancy Burger” aus fünf Jahren fette Kuh. Hier darf natürlich auch nicht der Mørder-Burger fehlen. 😉

Diese drei Abschnitte sind jeweils nochmal in mehrere kleine Kapitel unterteilt. Als Bonus gibt es dann noch die Kapitel über die Fritten, Salate, Craftbeer und Hot Dogs. Moment, habe ich gerade Hot Dogs geschrieben? Ja, richtig, denn auf den Streetfood Festivals in Deutschland ist das “Fette Kuh”-Team auch mit dem Wurst Case Szenario vertreten und bieten leckere Hot Dogs an. Schön, dass die es auch ins Buch geschafft haben. Insgesamt kommt das Buch auf 240 Seiten.

Schicke Fotos, tolle Texte

Die Fette Kuh begeistert seit 2011 mit ihren handwerklich hervorragend gemachten Burgern. Auch das fette Buch steht dem in nichts nach. Die Fotos sind absolut perfekt gemacht und setzen die Burger, die Menschen und die gesamte Geschichte der Fetten Kuh perfekt in Szene. Die Fotografen Angela und Martin Langhorst haben eine super Arbeit abgeliefert. Das fängt beim Cover an und zieht sich durch das gesamte Buch. Oft hat man das Gefühl, dass man eher durch einen Bildband blättert, als durch ein Kochbuch. Aber wie Eingangs schon erwähnt: das fette Buch möchte gar kein typisches Kochbuch sein.

Das fette Buch - Schinken

Ein Buch lebt jedoch nicht nur von den Bildern, auch die Texte spielen eine wichtige Rolle. Und wie schon bei den Bildern wurden hier keine Kompromisse gemacht. Die Texte sind locker, flockig geschrieben und vermitteln dem Leser leicht verständlich alles wichtige rund um Burger, Fritten und Bier. Es wird auf ausschweifendes Blahblah verzichtet und man konzentriert sich auf die wichtigen Dinge.

Burger-Wissen gut vermittelt

Das fette Buch - Gargrade

Was mir an dem Buch sehr gut gefällt: es werden nicht nur einfach die Rezepte runter gerattert und das war es dann. Nein, im fetten Buch wird sich mit jeder Komponente des Burger auseinander gesetzt und viel erklärt. Warum nehme ich jetzt genau diesen Käse und nicht den anderen? Warum diese Soße und nicht jene? Was passt zu was und wieso? Gerade, wenn man jetzt nicht der Typ Mensch ist, der jeden Tag in der Küche steht und alle Lebensmittel und deren Eigenheiten bis ins Detail kennt, ist dies eine große Hilfe. So lernt man, wie man was am besten kombiniert und versteht, warum eine gewisse Kombination von Zutaten auf einmal so toll schmeckt – oder auch, warum sie ausgerechnet nicht schmeckt. 😉

Ein Blick hinter die Kulissen der fetten Kuh

Das fette Buch Titel-Zoom

Ein Burger ist nur so gut, wie es seine Zutaten sind. Deshalb bezieht die Fette Kuh ihre Zutaten aus der Kölner Region. Das Fleisch kommt vom Niederrhein, die Buns werden von einer Kölner Bäckerei mit mehr als 100 Jahren Erfahrung gemacht und auch die Kartoffeln kommen aus der Kölner Umgebung. Die entsprechenden Kapitel im Buch erzählen von den Leuten in den Betrieben und von der Liebe und Hingabe zum Job. Ein super interessanter Blick hinter die Kulissen und auf die Lieferanten der Fetten Kuh. Oder wusstet du zum Beispiel, dass es über 3500 verschiedene Kartoffelsorten gibt?

Die Rezepte im fetten Buch

Die Geschichte der Fetten Kuh ist interessant und es ist super spannend, wer wo wie arbeitet. Aber als Burger-Fan möchte man natürlich auch das ein oder andere Burger-Rezept der Fetten Kuh zuhause mal nachkochen. Genau deswegen gibt es auch jede Menge Rezepte im Buch. Natürlich in erste Linie Burger-Rezepte, aber auch Rezepte für die perfekten Buns, für leckere Soßen und für alle möglichen anderen Burger-Komponenten.

Das fette Buch - Rezepte

Was mir an den Rezepten besonders gut gefällt: sie sind so lang wie nötig und so knapp wie möglich. Ok, einen Burger baut man eigentlich immer nach dem gleichen Prinzip auf, aber es gibt ja schon die ein oder andere Feinheit, auf die man achten muss. Sehr schön auch: es werden nicht nur die Zutaten und Vorbereitungs-Schritte angegeben, sondern auch, in welche Reihenfolge am Ende alles zusammen gebaut werden soll, damit die Burger-Konstruktion am Ende auch perfekt auf dem Tisch steht. 😉

Kleine Insider-Info zu den Rezepten in dem Buch: Martin hat in unserer Grillpodcast-Folge 029 ezählt, dass es schwierig war, die “großen” Rezepte die täglich in der Fetten Kuh für hunderte von Gästen pro Tag genutzt werden, für den Gebrauch in kleineren Mengen in einem normalen Haushalt runterzurechnen. Man kann nämlich oft nicht einfach das Rezept durch 100 teilen und dann hat man das Rezept für eine einzelne Portion, da manche Zutaten einfach zu stark herausstechen (oder im anderen Fall zu wenig). Hier war oft langes herumprobieren und optimieren nötig, damit das Rezept auch in der kleinen Menge 1a funktioniert.

Pommes oder Fritten zum Burger?

Egal ob man die frittierten Kartoffelstäbchen Pommes oder Fritten nennt. Es gibt wohl keine klassischere Beilage als Pommes beziehungsweise Fritten zum Burger. Deswegen gibt es im fetten Buch auch einen eigenen Bereich über Fritten. Hier wird erklärt, warum man die Fritten am besten zweimal frittiert und warum ein 11er-Schnitt besser ist als ein 6er-Schnitt. Ach ja, was es mit diesen Schnitten auf sich hat, wird natürlich auch erklärt. 😉

The Wurst Case Szenario

Wer den Grillpodcast regelmäßig hört, weiß, dass das Team der Fetten Kuh auch auf den Streetfood Festivals ins Deutschland unterwegs ist. Nicht mit Burgern, sondern mit einem Hot Dog-Truck unter dem Namen The Wurst Case Szenario. Wie oben schon erwähnt, gibt es aus diesem Grund im Buch auch ein kleines Kapitel über Hot Dogs. In meinen Augen eine tolle Sache. Hot Dogs passen super zu Burgern und so rundet das Hot Dog-Kapitel im fetten Buch das Gesamtwerk schön ab.

Craftbeer

Aber Moment… das fette Buch steht doch mit dem Untertitel “Burger, Fritten & Bier” im Buchregal. Und weil ein leckeres Bier den Burger-Genuß nochmal um ein paar Prozentpunkte steigert, gibt es im fetten Buch auch einen kurzen Ausflug in die Craftbeer-Szene. Genauer gesagt geht es um Sebastian Sauer und seine Braukunst. Drei Biere hat er für die Fette Kuh gebraut. Ein interessanter Einblick in die Craftbeer-Szene, die meiner Meinung nach noch etwas mehr Seiten hätte bekommen können. Das Thema ist einfach super interessant. Aber dafür gibt es dann wahrscheinlich speziellere Bücher. 😉

Fazit Das fette Buch

Das fette Buch Bindung

Das fette Buch ist wirklich fett. Sowohl von den Maßen, als auch vom Umfang. Vom Inhalt ganz abgesehen. Das Team der Fetten Kuh hat da ein wirklich schickes, stimmiges Buch heraus gebracht. Auch dass man das Buch im Verlag Edition Fackelträger herausgebracht hat, war eine gute Entscheidung. Die Qualität ist hervorragend, die Verarbeitung 1a, tolle Druckqualität.

Das fette Buch gibt es für 30 Euro entweder direkt in der Fetten Kuh in Köln und in allen gängigen Buchläden. Bei Amazon ist das Burger-Buch natürlich ebenfalls erhältlich.

Über Nico

Apple-User, Musik(hörer), Grafikdesigner, (Segel)Flieger, Handballer, Geocacher (MoAdventureTeam) und Kakao-Trinker. Kaffee ist auch toll! ;) Ach ja: Grillen natürlich ebenfalls!

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One comment

  1. Hehe, wie heiß ist das denn… Das fette Buch 😉 Cooler Titel! Wenn das Buch jetzt auch noch weiß, ob ich den Gasgrill kaufen soll oder den Holzkohlengrill – dann ist das Buch gekauft 🙂

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